Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Tutorial: Presets

Es mag etwas albern klingen, ein Tutorial zu Presets zu machen, aber viele Kinder machen eine App auf, bleiben auf der ersten gelieferten Oberfläche hängen und bekommen so gar nicht mit, dass eine App meist noch viel mehr Sounds bietet, als diesen einen.

Der Umgang mit Presets ist in vielen Apps höchst unterschiedlich, so dass sie oft nicht sonderlich einfach zu finden sind. Unser Tutorial zeigt verschiedene Positionen dieser Klang-Voreinstellungen, wie sehr sie den Klang einer App verändern können und warum man eigentlich bei jeder App zunächst mal danach suchen sollte.

Ein wichtiger Punkt – gerade für Kinder die an Musik mit Apps die visuelle Erfahrung besonders schätzen – ist auch die Änderungen des Interface, die manche Apps beim Ändern der Presets vornehmen. Da wird z.B. aus dem eh schon sehr beliebten MorphWiz eine echte Zauber-App.

Für Presets sehr wichtig ist auch die Möglichkeit, wenn man einen eigenen Sound mit den vielen möglichen Einstellungen die z.B. Synthesizer bieten, erarbeitet hat, diesen Sound selber zu speichern und sich so eigene Preset-Sounds anzulegen. Diese Methode ist aber auch obendrein recht praktisch, wenn man einer App begegnet, die einem hunderte von Presets anbietet und man nicht ständig die paar Sounds, die einem selbst gut gefallen, wieder ganz von vorne suchen möchte. Auch weil man sich die zwar expressiven, aber doch oft unverständlich in komplizieren englischen Wort-Amalgamen benannten Presetnamen nicht merken kann.

Ein weiteres häufig genutztes Interface bei Presets ist die Sortierung nach „Klangwelten“. Bässe, Lead-Synths, Percussion-Sounds etc. So offensichtlich einem Musiker das erscheinen mag, für viele Kinder, die oft in der Grundschule erst mal das Orchester kennenlernen, ist das zunächst mal noch eine neue Sortierung.

Und damit auch in Apps, die ihre Presets nicht Presets nennen, sondern – angepassst an ihre Hauptfunktionsweise (Drummachine, Sample-Player, etc.) – die Kids noch finden wo sich die vielen Klänge verstecken, gehen wir in unserem Tutorial natürlich auch auf Begriffe wie Sample-Pack und Drumkits ein.

Ein zwei Mal gesehen, dürften viele Kinder beim Kennenlernen neuer Apps jedenfalls nach diesem Tutorial die Möglichkeiten die eine App im Bereich verschiedener Sounds bietet, viel leichter finden und eine Lust am Entdecken neuer Sounds, Klangwelten entwickeln und nach und nach auch die verschiedenen Strategien von Interface-Designern leichter durchschauen, wenn es darum geht, wo sich ein großer Teil der Vielfalt in Apps oft versteckt.

Presets ist Teil unserer Serie von Tutorials über Grundbegriffe, die zusätzlich zum eher praktischen Ansatz von App Tutorials einen breiteren Überblick über die Welt der Musikproduktion und der Musik selbst vermitteln sollen.

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