Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Wie wir einen Song erfinden (TORY)

Auf dem Hoffest in der Ludwig-Hoffmann-Grundschule präsentierten die Schüler_innen aus der AG Sound Macht Schule ihren Song „TORY“ mit Tablets und Apps vor Publikum.

Wir erklären hier kurz, wie der Song entstanden ist. Ziel war es, mit dem Team selbständig eigene musikalische Ideen zu entwickeln und diese zu einem gemeinsamen Stück zusammen zu fassen.

Die Schüler_innen haben sich nach längerem Überlegen dafür entschieden, einen Rap-Song zu schreiben, der auf einer Geschichte basiert. In der Geschichte sollte es um ein Mädchen aus Frankreich gehen, das zum Geburtstag eine „Reisekarte“ nach Berlin von ihren Eltern geschenkt bekommt. In Berlin trifft sie dann auf das Touching Music Team. Gemeinsam unternehmen sie eine erlebnisreiche Stadttour.

Im Rahmen der Umsetzung notierten die Schüler_innen kurze Stichpunkte zur Geschichte an der Tafel. Wir ließen anschließend einen einfachen Hip-Hop Beat (LaunchPad) laufen, um die zusammengetragenen Stichpunkte in ersten Satzteilen zu rappen. Ich hatte in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, zur Orientierung Songtexte von bekannten Künstlern hinzuzuziehen. Dies wurde von den Schüler_innen jedoch abgelehnt. Vielmehr wollten sie ihre eigene Rap-Version entwickeln. Cat suchte also im Internet nach einfachen und komplexen Methoden, Songtexte selber zu schreiben bzw. rhythmisch umzusetzen. In der nächsten Stunde hielt sie dann auch gleich einen kleinen Vortrag über die X-Dot-Methode, bei der es vor allem darum geht, in welchen Rhythmen Songtexte gerappt oder gesungen werden können. Letztlich setzten die Schüler_innen jedoch nach Beat auf ihr Bauchgefühl, um den Songtext rhythmisch zu strukturieren. Nachdem der Raptext in ersten Ansätzen fertig war, bereicherten wir diesen mit mehr Beat, den wir sample-basiert in KRFT implementierten, um das Spielen zu vereinfachen. Rob überlegte sich eine Melodie, die er mit einer einfachen Piano App (50in1 Piano) umsetzte. Die Schüler_innen reagierten mit Zustimmung, so dass wir im Anschluss gemeinsam probierten mit Hilfe von App-Tools die passende Tonart zu finden, um weitere Töne harmonisch hinzuzufügen. Gemeinsam überlegten wir, welche Instrumente noch hinzukommen könnten und wer welche App spielen möchte. Bisher hatten wir einen Beat, einen Raptext und eine Melodie. Jojo fügte den Bass hinzu und Basi schmückte den Song mit Effekten aus. Um die Piano-Meldodie zu unterstützen, versuchten wir einen flächigen Sound mit Soundprism einzubinden, was sich jedoch noch nicht so passend anhörte. Nun wollten wir aber erst einmal den Song formen, vorhandene Instrumente strukturieren und den Aufbau planen. Wir improvisierten also, setzten nacheinander die Instrumente ein, Cat und Tory rappten dazu. Nach und nach nahm der Song Form an, den wir letztlich auf dem Hoffest vor Publikum präsentierten.

Nach dem Konzert nahmen wir Tablets und Kameras in die Hand, um ein kleines Musikvideo zum Song zu kreieren.

Einblicke:

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