Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Team 48/49 – Klänge erforschen mit Animoog

Kinder hören ja viel Chart-Musik und Pop, auch Rock und HipHop. Oft sind sie dann fest davon überzeugt, alle Klänge auf dieser Welt zu kennen oder wenigstens alle schon mal gehört zu haben. Welche Klang-Dimensionen es tatsächlich gibt und vor allem welche Möglichkeiten zur Gestaltung eigener Songs, lässt sich nur erahnen..

Der innere Drang, den die Kinder von heute so verspüren, wenn sie ein Tablet oder Smartphone mit Musik-Apps in die Hand gedrückt bekommen, zielt nicht wirklich darauf ab, Preset-Listen von Apps zu durchforsten – so die Erfahrung.

Presets sind die vom Hersteller selbst vorgefertigten Sounds in Apps. Sie bieten Klang-Variationen, die zur Anregung und auf Abruf zum Weiterentwickeln bereitstehen. Da ja viele Apps mit Preset-Sounds bestückt sind, lässt sich über diese Herangehensweise eventuell gezielter ein individuelles Verständnis für diese Vielfalt entwickeln, trainieren und stärken.

Team48-1

Klänge definieren und manipulieren durch Ausprobieren – so der Gedanke.

Um uns also der Klang-Vielfalt eines Synthesizers anzunähern, thematisierte ich als Beispiel die Preset-Struktur des App-Synthesizers Animoog. Animoog, weil Animoog melodisch-klangliche Qualitäten eines klassischen Moog Synthesizers mit moderner Touch Screen Technologie verbindet. Durch Fingerbewegungen lassen sich Lieblingsklänge ganz einfach mal nach Gefühl spielen, wodurch sie neu spielerisch entdeckt und später manipuliert werden können.

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Nach einer kurzen Veranschaulichung der App-Oberfläche und Preset-Struktur, suchten sich die Kids 3 bis 10 Lieblingssounds aus und notierten diese auf Papier: Zuerst die entsprechende Kategorie, dann der Lieblingssound. Dazu kurze Stichpunkte zu spontanen Gedanken, oder Ideen und Erinnerungen, der Motivation.

Welche Stimmungen sich durch einfache Preset-Klänge einer App erzeugen lassen, verdeutlicht das folgende Beitragsvideo:

Die Kids versuchen herauszufinden, was denn da so spannend sein könnte und welche Sounds für sie selber ganz besonders klingen. Musik hat ja auch viel mit Geschmack zu tun. Wie einige der Kinder richtig erkannt haben, könnten u.a. persönliche Einflüsse eine bedeutende Rolle spielen oder auch nur ein Gefühl. An was erinnert dieser Preset-Sound und warum wähle ich genau dieses Preset und nicht das andere?

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