Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Team 44 – Gruselmixe mit Apps erfinden

Über zwei Termine war Brainstorming angesagt. Die SchülerInnen aus Team 44 sammelten gemeinsam musikalische Ideen bzw. erste Ansätze für den geplanten Rap oder eine Halloween-Geschichte. Dabei beschnupperten wir verschiedene Musikapps und App-Instrumente auf unseren iPads. Wir teilten uns entsprechend der aktuellen Tisch-Situation in 4-5 Gruppen an 3-4 Tischen ein, durchstöberten Preset-Sounds der vorgeschlagenen Apps.

Weil nach der ersten Story-Runde nicht wirklich viele greifbare Ideen zustande kamen, notierte ich als Anregung ein paar Stickpunkte, die zu Beginn der zweiten Story-Stunde von den SchülerInnen an die Tafel geschrieben und ergänzt wurden. Unter anderem zum Beispiel: Geisterstadt und Lichter, Tür, Schritte, dunkel, schleichen, Geräusche, Hexe, Gewitter, Katze, Geheimnis, ängstlich, Angst, Nebel, Wind, Kind, Buch, kleiner Junge, Freunde, Süßigkeiten, Mädchen und Wald.

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Die erste Gruppe setzte sich zusammen, um eine Anfangsidee für die geplante Halloween-Rap-Geschichte zu erfinden. Zur Verfügung hatten sie Apps mit denen Stimmen aufgenommen und verändert werden können (unter anderem Improvox, Samples, Fiddlewax Yellow) und eine Halloween-App, mit der sich Geräusche erzeugen lassen. Dazu viele bunte Stifte und ein Stück Papier.

Die zweite Gruppe beschäftigte man sich mit Drums, Beats, Schlagzeug- und Percussion-Instrumenten. Vorgegeben hatte ich als Ansatz ein ungefähres Tempo als Richtwert (90bpm) und ein paar Musikapps, mit denen Rhythmen gespielt werden können. Die drei SchülerInnen probierten gemeinsam mit unserem Gastlehrer selbständig die vorgeschlagenen Apps aus und versuchten dann einen kleinen eigenen Rhythmus zu kreieren. Grace wollte Kick und Snare übernehmen, Kassa fand Hihats ganz gut und Timansa testete zunächst eine App mit Trommeln.

In der dritten Gruppe suchte man nach Effekten zur Halloween-Story anhand der Stichpunkte, die wir an die Tafel notierten. Zwischendurch lauschten sie bei der ersten Gruppe, um ihre Sound- und Preset-Wahl besser anzupassen. Apps und Presst-Sounds wurden auf Papier mit Stiften notiert. Die beiden Jungs, xDJX und DJ Fox waren sehr konzentriert und demnach auch schnell fertig mit ihrer Aufgabe. Wegen ihres vorbildlichen Verhaltens, belohnte ich sie spontan mit der App Auxy, die von beiden selbständig für den Rest der Zeit bis zur Präsentation erkundet wurde. Beide fanden das super und wirkten vertieft.

Die vierte und fünfte Gruppe raufte sich mehr oder weniger zusammen, um den melodischen Teil der Geschichte mit Synth-Sounds, Bässen oder Gitarren, Melodien und Flächen zu füllen. Hierzu konnte jeder selbständig Apps antesten, die ich „ins Fach legte“. Unter Kopfhörern wurde versucht, am JamHub zu kombinieren. Kurze Zeit später sollte vor allen Gruppen präsentiert werden. Am Ende der Stunde lief jedoch alles etwas durcheinander. Und schon war auch die Zeit vorbei.

Für die dritte Story-Stunde erarbeitete ich zur Vorbereitung anhand der von den SchülerInnen notierten Skizzen eine erweiterte musikalische Idee, die Ordnung ins Chaos bringen sollte. Dafür teilte ich jedem seine Wunsch-Rolle und die von ihm auserwählte App zu, bemühte mich, den Kreis in Richtung Gruppen-Erlebnis mit Tablets und Musik zu ziehen. Mrs N., Musiklehrerin der Schule, begleitete unsere kleine musikalische Reise. Wir übten intensiv mit Kassa und Grace zum Grundbeat App-Schlagzeug zu spielen, Jaco setzte anschließend mit einem Synth-Bass der App Thor ein. Es folgen jede Menge Gruselgeräusche, die mit zwei Halloween-Apps, der App Korg iKaossilator und 50in1 Piano erzeugt wurden. Für unsere kleine Melodie nutzten wir ChordPolyPad, die von einem flächigen Sound der App Soundprism begleitet werden sollte. Leider sind wir an dieser Stelle nicht weiter gekommen, weil so ziemlich alle SchülerInnen größere Probleme hatten, gemeinsam im Takt zu spielen und einen Einsatz zu finden. Das mit dem Singen bzw. Geschichten erzählen hatte auch noch nicht so gut geklappt. Aber vielleicht ja beim nächsten Mal.

Das Video zeigt einen kleinen Auszug aus unseren letzten Stunden.

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