Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Team 47 – Wie Music Maker Jam begeistert

Music Maker Jam ist eine App, die wie ein Puzzle vorgefertigter musikalischer Phrasen funktioniert. Begegnet man Kindern, denen ein Zusammenspiel zunächst zu frustrierend erscheint und andere Apps im Ergebnis zu weit weg von den eigenen Pop-Musik Hörgewohnheiten, kann man sich über diese App dem zitathaften Megamix, der Musik immer öfter auch ist, heimlich nähern.

Meine Jungs hatten scheinbar keine Lust zum Jammen. Ich habe alles probiert. Weder mit Figure noch als Band mit Instrumental-Apps. Band spielen mit Team 47 fällt also schon mal aus. Ich suchte nach einer neuen Idee. siz.da schlug dann die App MusicMakerJam vor und erstellte ein entsprechendes Video-Tutorial für den Einstieg als Versuch.

Auf Anhieb waren alle begeistert und mit ein bisschen zusätzlicher Unterstützung fingen die Jungs sofort an, mit den vorgegebenen Stilen und Samples eigene Projekte anzulegen. Die Empfehlung, mit den Drums anzufangen, haben alle bis auf Messi beherzigt. Er wollte lieber mit dem Bass beginnen. Schnell haben die Kids kapiert, wie sie die eigene Stimme aufnehmen und einbauen können. Goault benutzte vorgefertigte Samples mit Stimmen. DJ Fantasie und Messi experimentierten mit Rap- und Phantasie-Sprache. Ich zeigte meinen Jungs dann, wie sie durch Ein- und Ausblenden der einzelnen Kanäle den Song aufbauen, dynamisch gestalten und mit einem guten Ende auch wieder abbauen können. Das übten sie dann so lange, bis sie ihren eigenen Song aufgenommen hatten.

Ich glaube, meine Jungs mögen es am liebsten sehr einfach. Sie wollten sich nicht auf das Erstellen mehrerer Loops als Songteile oder den Einsatz verschiedener Akkorde, Taktlängen oder Effekte einlassen. Auch wenn sie mit Feuereifer dabei waren und zwischendurch natürlich jeder bei jedem reinhören durfte. Am Ende einer Stunde spielten wir immer alle Songs über die Box ab. Die einen kommentierten, die anderen tanzten. Beim Anhören erkannten wir weniger gut Gelungenes wie Übersteuerung im Mix sowie Knistern bei den Stimmaufnahmen oder plötzlich abgebrochene Enden. Wir diskutierten darüber und ich bin mir sicher: Beim nächsten Mal passiert uns das nicht mehr!

Über mehrere AG-Stunden vertieften wir also das Vermeiden solch eher unangenehmer Klänge und die Sicherheit im Umgang mit den Funktionen wie z.B. das richtige Abspeichern des eigenen Projektes und das Verfeinern der Aufnahmen mit einem individuellen Künstlerbild, so dass viele Songs in unterschiedlichen Stilrichtungen entstanden sind:

Cool bastelte letztlich eine Art Industrial-Hardcore Song:

Goault eher Poprock:

DJ Fantasie
wählte eine Mashup-artige Stilmischung:

Messi ist ganz klar unser 1A Rapper hier:

Rosabunt schnupperte bei uns als einziges Mädchen zweimal rein und steuerte dabei auch zwei Songs bei.

Hier unsere Playlist:


(Team 47)

Team47_1_12_15_Rockt!

Meine Kids sind also so begeistert von der App MusicMakerJam, dass sie am liebsten gar nichts anderes mehr machen möchten und das Angebot, Cro mit Launchpad zu remixen nach einem halbherzigen Versuch rundweg ablehnten.

Was nun?

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