Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Klangkünstler Dr. Nojoke zu Gast bei Team 48

Die Welt umgibt uns mit Geräuschen, unerwarteten Klangerzeugern und Körpern die Sound machen. Aber wie macht man aus diesen Klängen Musik und wie begeistert man Kinder für die versteckten Grooves und Melodien der Dinge. Mit iMachine 2 und einem passenden Mikrofon haben wir uns zusammen mit Dr. Nojoke auf eine Entdeckungsreise in diese Klangumwelt gemacht.

Die von Dr. Nojoke für die Kinder gesetzte Aufgabe der Stunde war es, einen Remix der Umgebungsgeräusche, des eigenen Körpers und mitgebrachter Perkussion-Instrumente zu machen. Dabei sollten sie herausfinden, wie man aus aus allem, was Klang erzeugt, auch Musik machen kann. Bogdan Dr. Nojoke hatte eigens dafür eine Menge an kleinem Klangerzeuger-Spielzeug mitgebracht, natürlich ein Mikrofon und die frisch erschienene iMachine 2 App diente als Sampler.

Um da ein wenig Ordnung reinzubringen, hatten wir an der Tafel fünf Regeln aufgestellt und die iPads mit kleinen Post-its, für jeden Bereich den man sampeln kann, versehen. Die wichtigste Regel war dabei natürlich die letzte: eine Regel ist keine Regel! Denn alles geht.

Die große Suche nach den besten Geräuschen im Klassenzimmer hatte so zwar eine Struktur, aber keine Begrenzung. Mit dem Mikrofon wurden die besten Sounds und Geräusche in iMaschine 2 aufgenommen mit den Schwerpunkten:

1) Stimme und Mund (z.B. pfeifen, zischen, schmatzen…)

2) Hände und Körper (z.B. klatschen, stampfen, schnipsen…)

3) Gegenstände (z.B. Stühle, Tische, Plastik- und Kartonboxen, Metal, Glas…)

4) Instrumente (z.B. Trommel, Conga, Klein-Perkussion, Fahrradklingel…)

Die aufgenommenen Sounds wurden dann gehört und nach Qualität und Vorlieben beurteilt, herausgefunden wie laut etwas sein muss, damit es wirklich gut klingt und welches Schnarren nun eigentlich wirklich das beste ist. Dann ging es an die Aufgabe aus den einzelnen Sounds einen Groove zu machen und letztendlich Musik.

Zu einem vorgegebenen HipHop-Loop (auf Launchpad) probierten die Kinder dann ihre Klänge aus und entwickelten Rhythmusmuster, die dazu passten, aber natürlich waren die Beats ohne Vorgabe noch fresher, weil sie einfach origineller klingen und wir mittlerweile ja auch ein Gespür dafür entwickelt hatten, woher die Klänge eigentlich kommen. Um die Lieblingsgeräusche in iMaschine 2 besser spielen zu können, wählten die Kinder selbst Farben zur Markierung einzelner Pattern.

Ziel war es letztendlich eine Sensibilität für die uns umgebenden Klänge zu erzielen und sie im das Zusammenspiel neu zu erfahren und zu bewerten.

Nojoke-zu-Gast

Dr. Nojoke besuchte uns auch in der AG-Stunde zuvor und unterstützte das Team mit frischen Klängen bei der Weiterentwicklung eines eigenen Songs, was allen Kindern sichtlich viel Spaß gemacht hat!

Wir sagen DANKE, Dr. Nojoke!

Klangkünstler Bogdan Dr. Nojoke

Dr. Nojoke ist erfahrener Musikproduzent und Performer. Seine Livesets zeichnen sich durch einzigartige und immer wieder neu entdeckte Klänge aus – eine Kombination aus Feldaufnahmen und selbst gemachten Sounds.

Weitere Infos über Dr. Nojoke hier:

Webseite von Dr. Nojoke

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