Touching Music

Touching Music möchte den modernen Musikunterricht ergänzend mitgestalten und dabei neue Technologien nutzen, um fernab von konventionellen Strukturen Richtungen zu erkunden. Grundlegendes Ziel ist hierbei die künstlerische Förderung der Kinder und Jugendlichen durch die gemeinsame Konzeption, Produktion und Ausführung selbst komponierter Musik. Das Erlernen des Umgangs mit Sounds in einer neuen Form, die auch den kritisch kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung durch Aufnahmen, Integration und Bearbeitung von Alltagsklängen einschließt.

Figure – Der Hit für jeden Schüler!

Beats programmieren mit Figure

Bei der Gestaltung des musikalischen Einstiegs wurde besonderen Wert auf einfache Song-Strukturen gelegt: Drums, Bass, Lead-Synth.

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Figure wandelt diese Ideen, die Umsetzung von Bewegungen, die in diesem Alter nicht oft etwas mit kontrollierter Musik zu tun haben, sondern eher mit einer gewissen intuitiven Spontanität, sehr gut in oft professionell klingende Musik mit komplexen Rhythmen, zueinander passenden Bassläufen und Melodien um.

Dank der zugrundeliegenden Struktur des Programms lassen sich jeweils nur passende Töne einbinden und die rhythmische und melodische Quantisierung erledigt neben den sehr variablen, aber dennoch Struktur vorgebenden sequentiellen Teilen der App, ein Spiel zu zwischen dem entwickeln manchmal auch recht wilder eigener musikalischer Ideen, den musikalisch noch ungeübten Händen und dem dabei dennoch entstehenden begeisternden Ergebnis.

Musik ganz einfach selber machen, Rhythmusgefühl trainieren, Effekte und Filter für die Klanggestaltung ausprobieren hat bisher jeden einzelnen Schüler fasziniert. Während sich die jüngeren Schüler vor allem auf die Erstellung eigener Pattern über 8 oder mehr Takte konzentrierten, die allerdings nicht nur Melodien sondern auch sehr stark die Filter und Modulationen der Sounds miteinschloss und natürlich auch die verschiedensten Presets durchprobiert wurden, entwickelte sich schon bei den Drittklässlern auch schnell ein Verständnis dafür, dass man die ein Mal erstellten Pattern durch die „Mixer-Sektion“ in der App mit Stummschaltungs-Tasten und Lautstärkereglern für jede der drei Stimmen auch dazu benutzen kann eine Songstruktur aus den Elementen zu erzeugen.

Darüber hinaus stärkte Figure, dank der Ergebnisse auch den Stolz der Kinder über ihre eigene Produktion und führte oft dazu, dass sich die Kinder ihre Ergebnisse durch weiterreichen der Kopfhörer immer wieder neu untereinander vorgestellt haben. Auch das Zusammenspiel (mehr dazu in einem weiteren Beitrag) der Kinder miteinander hat von den schnell zu erreichenden Ergebnissen und begeisternde Klängen die sich mit Figure erreichen lassen sehr profitiert.

Figure ist bislang die durchweg beliebteste und meist genutzte App, die im Unterricht vorgestellt wurde. Die Schüler, die zuhause ein eigenes Tablet besitzen, haben sich sofort den Namen notiert, um Figure auch außerhalb des Unterrichts zu nutzen.

Jeder Schüler konnte nach der Einführung und Vorstellung ein eigenes erstes Stück komponieren, manche haben gleich ganze Serien von Stücken entwickelt. Und die musikalischen Ergebnisse können sich wirklich hören lassen..

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